Ich trage gern Pelz…


"Der einzige, der einen Ozelotpelz wirklich braucht, ist der Ozelot."

Bernhard Grzimek

(Zoologe, Tierarzt, Verhaltensforscher, Tierfilmer, Autor und Herausgeber vieler Tierbücher, 1909 - 1987)


...aber nur lebend!



2007 – 2012: Ein Blick zurück – und ein Neuanfang

 

"Die internationale Mode setzt wieder stärker auf Pelze und beschert dem deutschen Kürschnerhandwerk einen Aufwärtstrend. Im vergangenen Jahr sei der Umsatz nach ersten Schätzungen um zwei bis drei Prozent auf etwa 400 Millionen Euro gestiegen, so der Zentralverband. Trotz des milden Winters seien die Geschäfte auch Ende 2006 gut gelaufen..."


Quelle: Volksstimme vom 20. Januar 2007

 

 

Fünf Jahre sind seit dieser kleinen Zeitungsmeldung vergangen, die mich damals auf die Palme brachte! Mal ehrlich: Die Leute, mit denen ich mich umgebe – meine Freunde, Bekannten, Verwandten – die tragen keinen Pelz. Wollen sie auch nicht. Die Zeiten, in denen Menschen frierend in der Höhle saßen sind längst vorbei. Wir haben uns weiterentwickelt; sitzen in unseren warmen Wohnungen, können essen bis zum Abwinken und uns kleiden nach Lust und Laune, wobei wir aus einem Warenangebot an Mützen, Schals und Mänteln wählen können, die unseren eigentlichen Bedarf bei Weitem überschreitet. Trotzdem gilt auch im 21. Jahrhundert für unsere pelzigen Mitgeschöpfe: Wer Fell hat, muss um sein Leben fürchten! 

 

Vielen Menschen geht es wie mir. Sie verstehen nicht, wieso eine Minderheit uns jeden Tag aufs Neue mit einem Blick auf die Hässlichkeit ihrer Seele wehtun darf und sich manches bunte Klatschblatt mit einer Art Hofberichterstattung über die Reichen und angeblich Schönen am Werben für eine vemeintliche Mode beteiligt. Bedenkt man denn nicht, dass man so nicht nur die Tiere quält, denen man im wahrsten Sinne des Wortes das Fell  über die Ohren zieht, sondern auch die Menschen, die Mitleid empfinden und sich tagtäglich in ihrem Kampf gegen sinnlose Modeerscheinungen, Verbrauchertäuschungen und Tierquälerei aufreiben?

 

Ich will hier keinen Roman schreiben. Im Medienzeitalter stehen Jeder und Jedem 24 Stunden am Tag umfassende Informationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und niemand kann mehr behaupten, von den Zuständen in der Pelzindustrie nichts gewusst zu haben. Ich möchte diese Webseite vor allem den Fotos widmen, biete aber zusätzlich anhand der Linkliste an, sich über selbst eine Meinung über die blutige Seite des Pelztragens zu bilden.  

Für den Austausch von Neuigkeiten, für Hinweise zu Aktionen und Terminen oder um einfach mal seine Meinung zu sagen steht ein Forum zur Verfügung.

 

ABER: Diese Seite selbst soll auf freundliche bzw. fröhliche Art UNSERE Art des Pelztragens zeigen: Mit Tieren, die  atmen, sich an „ihre“ Menschen kuscheln, deren Herz schlägt, durch deren Adern Blut fließt - und die nicht getötet werden, um die Eitelkeit einer ignoranten Minderheit zu bedienen. Ein Widerspruch? Ich denke nicht und der Zuspruch, den die Vorgängerseite, die ich 2007 ins Netz stellte, erfuhr, bestätigt mich darin, dass Protest auch Spaß machen kann. Dies allein wäre zu wenig, aber als Ergänzung durchaus sinnvoll.

   

Liebe Tierfreunde, ich würde mich freuen, wenn Ihr Euch mit einem Bild von Euch und Eurem pelzigen (lebenden) Freund an meiner Fotosammlung beteiligt und wir damit gemeinsam in freundlicher Form für einen Kleidungsstil jenseits der Tierquälerei werben. Zeigen wir den Meinungsmachern, dass wir keine verführbare Masse von Dummköpfen sind, die irgendeinem Trend hinterherlaufen, der an unsere Vorfahren in der Steinzeit erinnert, sondern informierte Menschen mit Herz, Verstand und Mitgefühl sind.

 

Ich trage gern Pelz – und was trägst DU?

 

 

Bettina Fassl

Magdeburg, 06.02.2012

 


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